Wer ist Gott?
- Julia

- 2 days ago
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Updated: 20 hours ago
Gedanken um 3 Uhr nachts.
Ja, ich weiß, dass ich mich hier weit aus dem Fenster lehne.
Aber das ist mein Blog, und ich kann machen was ich will.
Spoiler:
Das hier ist kein religiöser Text.
Und die Frage im Titel wird nicht beantwortet.
Aber genau darum geht es ja.
Wollen wir?
Wir leben in einer Welt, in der alles klar definiert sein muss.
Alles braucht einen Namen, einen Plan, eine Schublade, in die es passt.
Aber bei ihm funktioniert das nicht.
Und vielleicht liegt genau da die Schönheit des Ganzen.
Ich bin in der Kirche aufgewachsen.
Hab Geschichten gehört, Lieder gesungen,
gelernt, wie man betet und woran man glaubt.
Oder glauben sollte.
Aber irgendwann musste ich die hohen Mauern der Kirche verlassen,
um ihn da draußen in der Wildnis zu finden.
Und da war er:
größer und unglaublicher, als ich es jemals für möglich gehalten hätte:
Im Lachen von Kindern.
Im unbändigen Wind an den Meeresklippen.
In Menschen, die alles andere als heilig wirken.
Und genau an den Orten, wo man ihn am wenigsten vermutet.
Aber viele sehen ihn nicht so.
Sie sehen Regeln. Grenzen. Strukturen.
Und ja - Ordnung ist wichtig.
Aber was, wenn wir das alles mal kurz beiseitelassen?
Was, wenn wir aufhören, Gott irgendwo einsperren zu wollen -
in Theorien, Theologien, in Mauern, in unseren eigenen Vorstellungen?
Und uns klar werden, dass wir ihn niemals definieren werden können?
Dass niemand von uns das ganze Bild hat.
Auch nicht die, die es behaupten.
Ich glaube, wir müssen zuhören, um sehen zu können.
Und wir müssen unsere Augen schließen, um zu hören.
Und wenn wir sie wieder öffnen, sehen wir alles in einem anderen Licht.
Les das nochmal, es macht Sinn. Glaub mir. Und irgendwie auch nicht.
Und genau das ist es, das ist er.
Er ist der Fels, an den du dich halten kannst,
wenn das Wasser gegen dich schlägt und du denkst, du ertrinkst.
Er ist Liebe.
Tiefe, echte Liebe.
Er ist größer als jeder Name.
Nicht einzuordnen, nicht zu erklären,
nicht zu besitzen oder zu bändigen.
Er ist nicht an Orte gebunden -
er ist überall.
Immer.
Er ist das letzte große Geheimnis.
Das, was wir nie ganz verstehen werden.
Und was wäre,
wenn wir - nur für einen Moment - all die Schriften und uralten Geschichten von Menschen, die mit ihm gelebt haben schließen würden - und all die Meinungen und Betrachtungen und Reden der Anderen vergessen würden, um ihm selbst zu begegnen?
Und zu vergessen, was uns beigebracht wurde
und all die damit verbundene Angst.
Die Angst, nicht zu genügen, die Sorge, falsch zu glauben,
zu sein oder zu leben?
Was wäre,
wenn wir uns stattdessen einfach daran erinnern:
Dass wir ihm gehören.
Von Anfang an.
Und für immer.
Wenn wir wollen.
Also wenn du mich fragst:
Wer ist Gott?
Dann habe ich keine Antwort darauf.
Aber ich frage mich manchmal um drei Uhr nachts,
ob er jemals nur in den Mauern zu finden war.
Gedanken die anregend sind, auch später oder früher wie 3 Uhr morgens👍. Wie immer mit Sinn geschrieben, danke das du uns daran teilhaben lässt 😘.
LG Manuela